Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

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Informationsveranstaltung »Wegweiser durch den Behördendschungel«

Mehr als 1.300.000 Menschen können sich aufgrund von Krankheit oder Behinderungen nicht mehr selbst rechtlich vertreten. Und jährlich werden es mehr: Für rund 250 000 Menschen im Jahr wird eine neue Betreuung eingerichtet. Für die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer wurde in enger Kooperation mit den Betreuungsvereinen und der Betreuungsbehörde des Kreises Minden-Lübbecke am vergangenen Dienstag eine Informationsveranstaltung durchgeführt. 104 Interessierte waren bei der Veranstaltung im Kreishaus dabei. Vier Fachleute referierten zu ihren Fachthemen, beantworteten Fragen und gaben wichtige Tipps und Hinweise.

Hans-Ulrich Kehnen, Moderator der Veranstaltung und Leiter der Betreuungsbehörde, machte deutlich, welch wichtige Aufgabe die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer übernehmen: „Sie müssen den Willen der Betroffenen herausfinden und sich danach richten. Sie vertreten Betroffene rechtlich, das heißt sie schließen Verträge für sie ab, verwalten ihr Vermögen, stellen Anträge und organisieren noch vieles mehr“.

Für die meisten Menschen findet sich jemand aus der eigenen Familie, der die rechtliche Betreuung ehrenamtlich übernimmt. In etwa der Hälfte aller Fälle wird die Betreuung von Familienmitgliedern durchgeführt. Ungefähr 40 Prozent benötigen einen Profi-Betreuer, die die Betreuungen beruflich, als selbständiger also jemand, der Betreuer oder als Vereinsbetreuer ausführt. Sogar etwa sechs Prozent der gesamten Betreuungen werden von ehrenamtlich tätigen Menschen durchgeführt, die nicht aus dem familiären Umfeld stammen.

Damit die Menschen in diesem anspruchsvollen Bereich der rechtlichen Betreuungen tätig werden können, müssen sie gut geschult und informiert sein. Sie müssen zunächst bereit sein, sich für andere Menschen zu engagieren und sie müssen begleitet und unterstützt werden. Hier erfüllen die Betreuungsvereine eine wichtige Rolle, sie unterstützen ehrenamtlich tätige Menschen dabei, Betreuungen zu führen.

Wenn es zu schwierigen rechtlichen Fragen oder komplizierten menschlichen Begegnungen kommt, unterstützen die Profis die Ehrenamtlichen. Damit das gewährleistet wird, hat der Gesetzgeber klar formulierte Voraussetzungen geschaffen, die ein Betreuungsverein erfüllen muss. Für diese wichtigen Aufgaben werden die Betreuungsvereine vom Kreis finanziell unterstützt. 2015 hat der Jugendhilfeausschuss beschlossen, die Förderung der sechs Betreuungsvereine im Kreis Minden-Lübbecke weiterhin zu unterstützen. Der Etat für alle Betreuungsvereine beträgt pro Jahr insgesamt 134.400 Euro.


Informationsveranstaltung für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer

Foto: Mirjana Lenz/Kreis Minden-Lübbecke



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