Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

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Landrat Dr. Ralf Niermann zu Besuch

Lübbecke. Großer Auflauf im Mehrgenerationenhaus der Diakonie am Garnisonsring in Lübbecke: Landrat Dr. Ralf Niermann hatte seinen Besuch angekündigt und war damit einer Einladung der Lübbecker Migrantenorganisation „Verständigung und Integration“ e.V. gefolgt, die dem Mann an der Spitze des Kreises Minden-Lübbecke ihre Arbeit näher bringen wollte.


Beim Landratsbesuch im Mehrgenerationenhaus (von links): Karl-Heinz Holt, Helmut Poggemöller, Claudia Armuth, Sabine Schulz, Selma Molendor, Cicil Kaba, Hartmut Gebauer, Dr. Ralf Niermann, Meltem Sendurur und Nils Oestreich.

Der Landrat begrüßte zunächst einmal alle Anwesenden per Handschlag, um danach in einer kurzen Rede zur erläutern, weshalb er eigentlich gekommen sei. Er wolle sich an Ort und Stelle einmal darüber informieren, wie der Verein »Verständigung und Integration«, um den es vornehmlich ging, arbeite. »Ich möchte Sie näher kennenlernen und Verständnis füreinander entwickeln,« sagte Dr. Ralf Niermann, man müsse sich gegenseitig in seiner Kultur, den Sitten und der Religion respektieren lernen. Man solle nicht übereinander, sondern miteinander sprechen. Ralf Niermann, der in Begleitung von Sabine Schulz, der Integrationsbeauftragten des Kreises und seines Jugendamtsleiters Helmut Poggemöller gekommen war weiter: »Wir wollen die Integration stärken, damit nicht jeder in seiner Gruppe bleibt. Wir können viel voneinander lernen.«

Danach stellten verschiedene » ehrenamtliche Aktivistinnen« in Sachen Integration ihr Wirken vor. Dabei kamen unter anderem Selma Molendor, Cicil Kaba und Meltem Sendurur zu Wort.

Der »Internationale Club« ist eines der Angebote des Vereins »Verständigung und Integration«, das sich sowohl an Zugewanderte als auch »Nichtzugewanderte« in Lübbecke und Umgebung richtet. Zusammen mit weiteren Gruppenangeboten wie »„Integratio« und der Frauengruppe »Tüchtige Hände« wird an drei Standorten Gelegenheit zum interkulturellen Austausch, Fortbildung und zur Praxis der deutschen Sprache geboten. Orte sind das Mehrgenerationenhaus bei der Diakonie in Lübbecke, das Gemeindehaus der Katholischen Kirche in Lübbecke und die Räume des Jugendmigrationsdienstes bzw. der Migrationsberatung für Erwachsene der Diakonie in Espelkamp.

Der im März 2008 aus einem Integrationsprojekt des Diakonischen Werkes in Lübbecke hervorgegangene Verein »Verständigung und Integration« besteht aus Frauen und Männern unterschiedlicher Länder und Religionen, die ehrenamtlich auch als Integrationslotsen tätig sind. Sie werden in ihrer Arbeit  begleitet von den Migrationsdiensten der Diakonie (Jugendmigrationsdienst und MIgrationsberatung für Erwachsene), den Bildungsträgern »PARIVital« und Evangelische Erwachsenenbildung sowie von der Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuzes in Lübbecke.

Ziel der Vereinsarbeit ist es, die Integration von Menschen zu fördern, die hier eine neue Heimat suchen. Der nationalitätenübergreifende Verein setzt sich ein für ein besseres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Seit seiner Gründung hat der Verein vielfältige Aktivitäten entfaltet. In Zusammenarbeit mit dem genannten Migrationsnetzwerk leisten Ehrenamtliche Dolmetscherdienste für Kindergärten, Fachdienste und Behörden, veranstalten in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern Exkursionen zu lokalen Museen oder organisierten ein Wochenendseminar zum Thema »Mehrsprachigkeit«. Der Verein bildet auch eine Brücke zwischen Zugewanderten und den professionellen Beratungsdiensten von Diakonie und Deutschem Roten Kreuz.

Nach der Vorstellung der unterschiedlichen Arbeitsfelder entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch mit Dr. Niermann, bei dem es unter anderem um Alltagsfragen, Integrationskursen, aber auch der Trinkwasserqualität ging. Der Landrat konnte dabei fast alle Fragen kompetent beantworten und von den Gästen war anschließend zu hören, man habe den Eindruck gehabt, er könne sich gut in die Alltagssorgen einfühlen. 

Nach der gründlichen Diskussionsrunde gab es dann, wie man es bei solchen Gelegenheiten gewohnt ist, leckeres internationales Essen, ehe sich dann ein weiterer Programmpunkt anschloss - dabei ging es um den Frauentag in den jeweiligen Heimatländern.



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