Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

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Jahrespraktikantin Serin Cindo

Die Diakonie im Kirchenkreis leistet in den unterschiedlichsten Bereichen für die Menschen in dieser Region tatkräftige Unterstützung. Ein gutes Beispiel dafür ist die aus Syrien stammende 19-jährige Serin Cindo, die seit fast zehn Jahren mit ihren Eltern und neun Geschwistern in Deutschland lebt.

Serin Cindo kümmert sich liebevoll um einen Gast.

Ihre erste Begegnung mit der Diakonie erlebte sie in den Personen von Karl-Heinz Holt und Claudia Hundertmark (die heute Armuth heißt), die sich damals in Lübbecke und Espelkamp um Neuankömmlinge kümmerten und so erinnert sich Serin noch gut daran, was sie mit den beiden damals alles unternommen hat. Allerdings: „Wir wussten erst gar nicht, dass die von der Diakonie sind und was die Diakonie ist.“Doch das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Nachdem Serin 2009 an der Bischof-Hermann-Kunst-Schule am Steilhof ihren Hauptschulabschluss gemachte hatte, kam die Diakonie ins Spiel.

Kaffee einschenken gehört natürlich auch zu den Aufgaben von Serin.

Serin: „Bei uns in Syrien kümmert man sich um die Eltern und die Großeltern. So etwas wie Altenheime oder die Tagespflege kennen wir da nicht.“ Sie hatte ihre Oma gepflegt und so kam ihr die Idee, ihr Schülerpraktikum im Altenheim am Kirchplatz zu machen. Als sie dann nach der Schule keine Lehrstelle fand, bewarb sie sich um ein Jahrespraktikum.Und sie bekam dazu die Möglichkeit. Serin arbeitete bis zum 30. Juli als Praktikantin und bekam während dieser Zeit die Möglichkeit zu einem Deutschkurs, den ihr die Diakonie bezahlte. Sie sei für alles, „was die Diakonie für mich gemacht hat“ sehr dankbar, betont Serin Cindo, die im Anschluss an ihr Praktikum eine halbe Stelle als Altenpflegehelferin angeboten bekam - und weiter Deutschunterricht nehmen darf.Um ihr Deutsch zu verbessern, will sie weiter büffeln, denn sie möchte unbedingt ihre Aufnahmeprüfung für eine Ausbildung zur Altenpflegerin bestehen.

Die 19jährige spielt mit den Gästen Memory.

Die soll nach ihren Vorstellungen am 1. April 2012 beginnen. Sie ist inzwischen im übrigen ziemlich fit, wenn es um die deutsche Sprache geht. Hin und wieder hat sie dennoch Verständigungsschwierigkeiten, dann, wenn die alten Menschen im Altenheim Plattdeutsch mit ihr reden. Doch damit steht sie aber ja nicht ganz allein.



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