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Das Diakonische Werk schickt im November per Luftfracht über 230 Solarlampen in ein Dorf im Nordwesten Äthiopiens. Diese Region gehört zu den ärmsten des Landes. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Schule Mekerie und dem Projektleiter Manfred Brand, dem ehemaligen Geschäftsführer der Diakonie Lübbecke, ist es gelungen eine beträchtliche Summe als Spende von Kirchengemeinden, Geschäftspartnern, dem Tischtennisverein Rahden und vielen Privatpersonen zu bekommen.
Hauptsponsor ist die Staatskanzlei des Landes NRW, die einen erheblichen Zuschuss für das Solarlampenprojekt bewilligt hat. Die Gemeinde in Äthiopien ist ohne jegliche Stromversorgung. Als einzige Lichtquelle dienten bisher Petroleumlampen , die sehr ungesund sind, einen hohen CO2 Ausstoß haben und ein schwaches Licht hat erzeugen. Die Solarlampen, die von einer DIN A4 großen Solarzelle gespeist werden sind gesunder und brennen 10 x so hell. Nun ist es möglich, auch abends in der Wohnung zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können auch ihre Hausaufgaben in der Dunkelheit erledigen.
Der Solarexperte bei der Einweisung für die Endmontage.
Die Menschen in Mekerie können sich den Kauf der Solarlampen in der Regel nicht leisten. Daher haben sich die Diakonie und die Schulleitung vor Ort für ein Mietsystem entschieden, das sich bereits in anderen Entwicklungsländern bewährt hat. Die Benutzer zahlen 2,00 € im Monat Miete. Das ist in etwa der Betrag der sonst für den Kauf von Petroleum bezahlt wird.
Der monatliche Ertrag wird vor Ort angespart und soll primär für die Finanzierung von Gemeinschaftsaufgaben zur Verfügung stehen, insbesondere für die Anschaffung von Schulmaterialien , für die Möblierung der Klassenräume mit Tischen und Bänken, für die Unterstützung armer Schulkinder und vieles mehr. Für die Endmontage der Solarlampen und die Verwaltung sind bereits Frauen eingestellt, auch zwei Hausmeister für die Schulen sollen aus dem Erlös bezahlt werden. Wert gelegt werden wird auch auf die Aufforstung der näheren Umgebung der Schulen. Der Hersteller und Lieferant der Solarlampen hat bereits einige Workshops für die „Montagefrauen“ durchgeführt.
Die Leiterin des Projektes bei der Montage.
Das Projekt soll auch im neuen Jahr weitergeführt werden, weil der Bedarf und das Interesse der Bevölkerung sehr groß ist. Im Januar reist der Projektleiter, Manfred Brand aus Espelkamp, wieder nach Äthiopien. Er gibt auch gerne Auskunft über das Projekt.
Ohne weitere Spenden können keine Solarlampen mehr in das Dorf geschickt werden.
Die Solarzelle und die Lampe.