Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

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(M)eine Stunde für die Diakonie – Schenke Zeit im Ehrenamt

Im Hinblick auf den Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember hat eine Projektgruppe der Diakonie in Lübbecke einen Leitfaden für das ehrenamtliche Engagement erstellt. Mehr als 200 Ehrenamtliche schenken anderen Zeit und sind für eine oder mehrere Stunden in der Woche oder im Monat aktiv. Ehrenamtliche sind neben den Hauptamtlichen ein unverzichtbarer Bestandteil der diakonischen Arbeit und weitere werden in den einzelnen Bereichen auch noch gebraucht.
Die Tätigkeit der Ehrenamtlichen wird als “Plus” zu den hauptamtlich Tätigen gesehen. Es geht um eine sinnvolle Ergänzung, nicht um Konkurrenz oder Ersatz für hauptamtliche Tätigkeiten.
“Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es für viele Menschen wichtig sinnvolle und erfüllende Tätigkeiten zu übernehmen, dies zeigt auch gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein”, so Iwan Miene der die Leitung der Projektgruppe übernommen hat.
Auch das Ehrenamt braucht gute Strukturen. Um hier die Qualität der Arbeit im Miteinander zu verbessern wurde der Leitfaden erstellt. In dem Leitfaden werden Möglichkeiten für die Gewinnung, Begleitung und Unterstützung von freiwillig Engagierten formuliert.
Menschen engagieren sich aus unterschiedlichen Gründen. Ortrud Schwenker-Steen, die jetzt die zentrale Ansprechperson für die Ehrenamtlichen der Diakonie ist, nennt einige Motive warum sich Menschen engagieren: “Menschen möchten, dass die Tätigkeit auch Spaß und Freude macht. Weiterhin möchten sie auch neue Erfahrungen machen und ihre Kompetenzen erweitern. Natürlich wollen manche auch gesellschaftliche Missstände aufheben und bringen sich aus Solidarität und Mitgefühl ein.”
Die Diakonie möchte einer gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen, dass es zunehmend Menschen gibt, die Verantwortung für einen zeitlich oder inhaltlich überschaubaren Rahmen übernehmen möchten. Hierfür sind Möglichkeiten innerhalb der Diakonie vorhanden oder werden eingeräumt. Dies bietet für beide Seiten eine höhere Flexibilität. Weiterhin hat dies den Vorteil, dass mehr Menschen bereit sind Aufgaben zu übernehmen und dies mit ihren zeitlichen Ressourcen in Einklang bringen können.
Der Umfang bezüglich der Einsätze von Zeit und Erfordernissen des Freiwilligen Engagements bei der Diakonie kann sehr unterschiedlich sein: So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit der Hilfe bei einer einmaligen Vorbereitung einer kleinen Feier im Mehrgenerationenhaus oder die Mithilfe bei dem Frühlingsfest am Matthäus Seniorenzentrum. Etwas zeitaufwendiger sind schon Besuchsdienste im Altenheim. Juristisch verbindlich ist ein Engagement als rechtliche(r) Betreuer(in), die auf die Fachkompetenz der Hauptamtlichen der Diakonie und Fortbildung angewiesen sind. Viel Verantwortung tragen auch die ehrenamtlichen Vorstände und der Verwaltungsrat der Diakonie.
“Im Idealfall”, so Iwan Miene “ist dieser Leitfaden auch Basis für innovative und kreative Projekte von und mit ehrenamtlich Tätigen in der Diakonie Lübbecke.” Deshalb wird sich die Projektgruppe auch weiter treffen, um hier weitere Ideen aufzugreifen, damit der Leitfaden mit Leben gefüllt wird. Geplant sind auch Fortbildungsveranstaltungen für die Ehrenamtlichen in Kooperation mit dem Kirchenkreis.

Alle diese Tätigkeiten sind wichtig für das Gelingen der diakonischen Arbeit für die Menschen im Kirchenkreis Lübbecke. Wer Fragen hat, oder auch Möglichkeiten sieht, eine oder mehr Stunden anderen zu schenken, kann sich auf der Internetseite der Diakonie informieren, oder meldet sich bei Ortrud Schwenker-Steen, Tel. 05741- 3183-447.

Sie entwickelten einen Leitfaden für das Ehrenamt innerhalb der Diakonie (von links): Stephan Harbarth, Manfred Pallentin, Karl-Heinz Holt, Ortrud Schwenker-Steen, Friedrich-Wilhelm Grevel, Anke Elsing und Iwan Miene.

 



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