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Die Familienberatung der Diakonie besteht in diesem Jahr seit 40 Jahren. Was wäre da angebrachter, als dieses Jubiläum am vorletzten Tag des Jahres zu feiern? In der Diakonie gibt es durchaus Fans der klassischen Rockmusik, da lag es nah, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am 30. Dezember 2011 ins Gasthaus Blase in Gehlenbeck einzuladen, wo mit »No Mercy« eine Band spielte, die es immerhin inzwischen auch schon auf 24 Jahre gebracht hat. Zumal, wie der Frontmann der Band Horst Husemöller feststellte, die Band, ähnlich wie die Familienberatung, »Generationen bedient.« Ein Gespräch über »40 Jahre Familienberatung in der Diakonie« und das Jubiläum mit Konzert fand mit dem früheren Geschäftsführer der Diakonie, Manfred Brand, einen der Gründerväter der Familienberatung, Horst Husemöller und Hans-Werner Dielitzsch, dem jetzigen Leiter der Beratungsstelle, statt.

Horst Husemöller, Sänger von »No Mercy«, Hans-Werner Dielitzsch, Leiter der Familienberatung und Manfred Brand (von links) früherer Geschäftsführer der Diakonie und Mitbegründer der Familienberatungsstelle, sprachen über die Geschichte der Einrichtung und die »Jubiläumsparty« bei Blase in Gehlenbeck.
Manfred Brand erzählt die Anfänge der damaligen Erziehungsberatunsstelle im Altkreis Lübbecke aus der Zeit vor der Gründung der jetzigen Familienberatungsstelle im Jahre 1971. Damals nahm die Diakonie im Auftrag des Kreises die Aufgaben des allgemeinen Sozialdienstes wahr, »eine Erziehungsberatungsstelle gab es damals noch nicht, nur wurde sie dringend benötigt«, so Manfred Brand. So kam es zu dem Beschluss, unter dem Dach der Diakonie eine Erziehungsberaungsstelle zu gründen. »Im Jahre 1971 ging es dann mit drei Fachkräften los«, berichtet Brand stolz. Zu den ersten Mitarbeitenden gehörten Heinz Böttcher und Helga Hartmann-Pfeiffer, die die Familienberatungsstelle von der Gründung an bis ins Jahr 2006 leitete. Nach ihr übernahm Hans-Werner Dielitzsch das Ruder und leitet seither ein multiprofessionelles Team. Zu dem gehören die Sozialarbeiterin Elfriede Heitkamp, die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christiane Heinrich, die Psychologin Regine Roll, der Familientherapeut Iwan Miene und der Psychologe Hans-Werner Dielitzsch. Als Honorarkräfte dabei sind Silke Feldmann, Lehrerin und zuständig für LRS-Testungen, Petra Huchzer, Sozialarbeiterin, zuständig für die Familienzentren und die neu gegründete Gruppe für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen. Renate Sprengel-Findeklee im Sekretariat rundet das Team ab. Neue Schwerpunkte sind neben den traditionellen Aufgaben der Familienberatung in den vergangenen Jahren hinzugekommen. Dazu zählt die Online-Beratung. Die habe sich gut entwickelt, schildert Hans-Werner Dielitzsch, es kämen mit großer Regelmäßigkeit Anfragen. Die würden entweder direkt beantwortet oder es werde zu einem vertiefenden Gespräch eingeladen. Relativ neu seit einigen Jahren ist auch die die intensive Zusammenarbeit mit den Familienzentren, in denen die Familienberatung regelmäßig Sprechstunden vor Ort abhält. Elf Kooperationen seien hier in den vergangenen Jahren zustande gekommen.
Das aktuellste Thema ist das Gruppenangebot für essgestörte Kinder und Jugendliche, das sich an Betroffene im ganzen Kreisgebiet wendet. Da hat sich unerwartet schnell einiges getan, die Leute scheuten sich auch nicht vor langen Anfahrten. Manfred Brand stellte heraus, dass die Familienberatung in den 40 Jahren ihres Bestehens einen außerordentlich guten Weg genommen habe. Eine Einrichtung, die aus dem Altkreis und dem breit gefächerten Hilfsangebot der Diakonie heute nicht mehr wegzudenken ist. Dies sei sicher auch ein Grund zu feiern.